Am Freitag wäre vor meiner Haustür ein 10 Km Volkslauf. Meine Expertenrunde läuft. Ich hab es mir schon vor Monaten in den Kalender geschrieben. Aber Rücken und Knie mucken heute immer noch. Das ist die Quittung vom doofen Lauf. Schade.
Wenn ich aber etwas im letzten halben Jahr gelernt habe, dann, dass ich mir mit gegen den Schmerz laufen und tapfer sein, 4 Wochen Pause einbrocke. Ich will nicht wieder zurückgeworfen werden. Ich will nicht wieder 5 Minuten laufen und dann abrechen. Will im Hochsommer keine Wärmesalbe auf den Rücken schmieren.
Den Leuten um mich herum gelingt dieses Pensum. Es ist Ihnen in ihrer ersten Saison gelungen. 25 Jahre älter und auf 10 km 6 Minuten schneller. Und auf den langen Distanzen unerreichbar. Anstatt mich aber auf mein Ziel im Oktober zu fokussieren, bleibe ich immer wieder bei den Volkslaufergebnissen hängen. Völlig bekloppt! Warum kann ich nicht umschalten? Von schneller! schneller! auf weiter! weiter! Warum diese Wettkampfgedanken? Muss ich mir jetzt die 10 km Läufe verbieten, obwohl sie mir so viel Spaß machen? Keine Schulumkleidekabinen, kein lauwarmer Zitronentee, kein Fantakuchen mehr? Eine Entscheidung steht an.
9. Juli 2009 at 16:45
Schnell kann jeder!
Aber letztlich ist doch die Frage, was Dich glücklich macht. Der kurze, billige Kick, den Dir ein 10er gibt. Oder die langfristige Zufriedenheit, die Dir die Vorbereitung auf den Marathon verspricht… ;-)
9. Juli 2009 at 17:53
Ich fürchte ich steh auf den billigen Kick… Die langfristige Zufriedenheit muß ich mir noch schönreden. Da steht sogar ein Umdenken an, fürchte ich…
9. Juli 2009 at 18:57
Dann sie es so: vier Zehner sind auch fast ein Marathon. Ist doch auch egal, auf welches Ziel Du hinarbeitest – Hauptsache, Du läufst. Und hast Du nicht mal was von W30 geschrieben? Dann tob Dich aus, für die langen Kanten ist als W35 oder W40 oder später immer noch Zeit…
10. Juli 2009 at 06:07
So ganz spontan?? Darf ich??
Wenn Dir die 10er den kick geben, dann geben diese Dir die Motivation und den Spaß am Laufen, oder? Dann lauf sie doch (wenn Knie und Rücken wieder besänftigt sind) was spricht denn wirklich dagegen?
Marathon ist Marathon und der läuft ganz sicher nicht weg … mhh, ging nicht auch eine Kombi aus beiden? Muss denn wirklich eine komplette Entscheidung her? UNd Fantakuchen backe ich Dir zu Not ;)
10. Juli 2009 at 08:14
Ich will auch ‘nen Fantakuchen!
10. Juli 2009 at 08:44
Pienznaeschen > Die Waage halten ist so schwer! Ich bin nicht gut in Gelassenheit. Ich will – wie die anderen – die Provinz Jahreswertung gut schaffen UND ein gewissenhaftes Marathontraining absolvieren. Deshalb muss ich mich selbst diziplinieren. Ich hasse Hinterherrennen und ich hasse auch die Ansagen “heute knackst du die 50 Minuten” wenn ich eigentlich gerade versuche
erstmal keinen neuen Rückfall durch ein Rennen zu verursachen. Deswegen ist Abstand nötig. Als Zuschauer habe ich aber endlich Chance auf eine Waffel!
ewige Anfänger > bei Fantakuchen wirst du dann doch schwach. Aha. Den gibts aber nur zu Preis eines billigem Kicks….
10. Juli 2009 at 08:59
Schwach werde ich viel zu oft. Und wer hat denn gesagt, dass ich nicht auf den billigen, schnellen Kick stehe?
2. April 2010 at 13:04
[...] im Herbst wieder einen Volkslauf schaffen. Vielleicht in einem Jahr unter die 1:50 kommen. Die alte Frage ob schneller oder weiter habe ich für mich erstmal beantwortet: schneller. Das würde mir Spass machen. Das möchte ich [...]