Als ich das letzte Mal eine Fahrradtour gemacht habe, war an meinem Gepäckträger noch ein oranger Abstandshalter mit Katzenauge angebracht. Seid dieser Zeit habe ich das Fahrrad als reines Fortbewegungsgerät benutzt. Immer ging es darum irgendwo hin zu kommen, nie um den Weg als Ziel. Vor 12 Jahren hat mir mein damaliger Mitbewohner aus seinen Ersatzteilen ein Fahrrad zusammengebaut, das ich bis heute fahre. Mit diesem MTB habe ich früher versucht wie ein anachrchischer Fahrradkurrier durch die Hauptstadt zu heizen und war dann doch nur eine verschwitzte Studentin in der Vorlesung.
Gestern haben wir ein neues Kapitel aufgeschlagen. Das alte MTB und ich haben aus reinen Trainingszwecken eine kleine Tour gemacht. In Sportklamotten, mit ausgeliehenem Helm und mit Wasserflasche im Rucksack. (Der Halter für die Flasche wurde mir irgendwann mal abgeschraubt). In einem 25 Km entfernten Dorf in den bergigen Wäldern ausserhalb der Stadt wurde ich vom Mann eingesammelt. Unterwegs war ich 1:37 h. Ob das viel ist, ob das langsam ist – keine Ahnung. Ich war kaputt, habe an den Steigungen kämpfen müssen, und beim Atmen mit unter viel Lärm gemacht. Was mir besonders gefällt: gestern keine Probleme an Bein oder Rücken, heute kein Muskelkater.
Ich muss sagen: schön war’s! Der Fahrradweg war zauberhaft, die Beine haben anders arbeiten müssen, die Geschwindigkeit hat viel Spaß gebracht. Das werde ich jetzt ausbauen, schließlich schreibt Herr Steffny:
“Allgemein zu Laufen und Schwimmtraining: Während Schwimmtraining zwar wie alle anderen Sportarten die allgemeine Ausdauer verbessert (Herzkreislauf, Atmung usw.), kann eine Schwimmeinheit allerdings kaum ein Lauftraining ersetzen, denn dafür ist es zu sportartunspezifisch. Es werden eben andere Muskelgruppen verwendet, oder die “Laufmuskeln” anders verwendet. Radfahren liegt da schon etwas näher am Laufen.”
Vor der nächsten Tour sehe ich mich nach einem Getränkehalter und einem eigenen Helm um. Der Rucksack hat genervt und ist dann doch eher ein Relikt aus vergangenen Fahrradtour Zeiten gewesen.
23. Juli 2009 at 13:23
Das ist doch schön zu lesen, wenn die erste Radtour nach langer Zeit mal so richtig Spaß macht und gleichzeitig die Lust auf mehr weckt.
Meine Touren sind fast immer ohne Picknick, da ich meistens am Vormittag oder am Nachmittag unterwegs bin. Ganztägige Touren mit Picknick sind da schon seltener.
Ich wünsche Dir bei den nächsten Touren viel Spaß. :-)
23. Juli 2009 at 17:40
Juhu, das freut mich dass du Spaß am Fahrrad fahren gefunden hast. Wenn ich wieder da bin, biete ich mich als Tourenpartner an. Und dass die Strecke zu dem kleinen entlegenen Dorf schön ist, kann ich mir vorstellen.^^
Viel Spaß weiterhin.
23. Juli 2009 at 22:10
Das freut mich so richtig für dich, ganz ehrlich. Ich bin ja derzeit auch viel im Freibad oder auf dem Rad unterwegs – mir tut das richtig gut. Ob ich davon so richtig beim Laufen profitiere, das glaube ich zwar noch nicht, aber zumindest fühle ich mich gut und es bringt Spaß.
Und so scheint es mir bei dir auch – super!
24. Juli 2009 at 05:03
Eine Radtour mit Picknick … lang, lang ist es her … viel zu lange, eigentlich.
Spaß hat´s gemacht und das ist die Hauptsache.
Helm ist Pflicht und ein Getränkehalter mal mindestens auch (so ein Rucksack auf dem Rücken kann ganz schön nerven, gell?)
24. Juli 2009 at 16:28
Klingt nett – wobei 25 km ja eigentlich eher noch Läuferdistanz sind, oder? ;)
Aber hey, wenn´s gut klappt und du dabei ein bisschen rauskommst ohne dass der Rücken muckt – nur zu!
Darfst es halt bloss nicht zu sehr einreissen lassen, sonst radelst du am Ende nur noch, und das wär ja… :D
Hast du eigentlich schon mal dran gedacht, einen Foto mitzunehmen?
Schöne Fahrradwege samt kleinen Dörfern im Bergigenwald, das klingt doch eigentlich ein bisschen so, als ob man´s für die Nachwelt festhalten können wollen tun sollen sollte.
24. Juli 2009 at 16:40
Ach so, und weil du mir netterweise den Job als Blog-Proofreader angeboten hast, hier mal eine Arbeitsprobe:
1) Hinter “darum” muss ein Komma.
2) Zahlen bis zwölf schreibt man in der Regel aus.
3) Hinter “früher versucht” muss ein Komma.
4) Ein “ch” zuviel in “anarchischer”
5) Ein “r” zuviel in “Kurier”
6) Einschübe in Klammern werden normalerweise nicht mit einem Punkt von dem Satz, den sie ergänzen getrennt.
7) “Außerhalb” lieber mit “ß”
8) “Mitunter” zusammen
9) Nach dem Doppelpunkt groß weiter.
10) “Fahrradtour Zeiten” vielleicht lieber zusammen oder mit Bindestrich.
Machen wir das mit der Abrechnung pauschal oder pro gefundenem Fehlerchen?
:D ;) :D
25. Juli 2009 at 09:36
Ich glaube, das kann ich mir nicht leisten… Es bleibt also leider bei meinem Fehlerquotienten. Und deshalb auch sicherheitshalber bei einem anonymen Blog. ;-)
27. Juli 2009 at 21:37
Tsssk, erst anbieten und dann abtauchen.
Bin entsetzt! :D ;)
24. Juli 2009 at 18:27
Da hast Du Matthias aber zu was eingeladen. Wenn er bei mir Rechtschreibfehler findet, darf er die behalten. ;-)
Was das Radfahren betrifft kann ich es nur empfehlen. Eine optimale Kombination zum Laufen. Ich möchte es nicht mehr missen!
2. April 2010 at 13:04
[...] werde ich ein Fahrrad kaufen. Mein altes Mountenbike mit den noch 5 funktionierenden Gängen hat ausgesorgt. Der Frühling kann kommen. Und zwar zackig! [...]