Jetzt habe ich verstanden. Zwischen all dem Frust und falschem Stolz und unerfreulichem Ehrgeiz keimt langsam die Erkenntnis: ich musste lernen zu verlieren.
Bisher ist mir ungerechterweise immer alles ohne grossen Aufwand gelungen. Teils aus Glück, teils aus niedrig gesetzten Zielen. Der Marathon war ein schlecht kalkuliertes Ziel. Und es hat nicht geklappt. Der Preis: ich kann noch nicht mal mehr zum Ausgleich eine Stunde durch den Wald traben.
Scheitern tut weh. Scheitern ist ekelig. Aus Scheitern klug werden ist schwer und demütigend. Aber ist möglich.
Mein neues Ziel: wieder laufen wie jeder normale Freizeitsportler. Zum runterkommen. Ich kann schon wieder 2 km langsam… Ab jetzt wird der Weg unspektakulär. Von hier verabschiede ich mich. Danke für den langen Atem. Danke für die Lektion. Bleibt gesund.
4. Juni 2011
Endlich angekommen
Posted by dauerlaufen under Sinn und Zweck | Tags: Demut, Laufen, Rücken, verlieren |[4] Comments
6. Juni 2011 at 13:57
Nicht aufgeben und immer wieder aufstehen, wenn man mal am Boden liegt. Viel Erfolg für das Erreichen deiner Ziele.
6. Juni 2011 at 19:53
Es gibt da eine ganz liebe Bloggerin von der habe ich den Satz “Durch´s Laufen lernt man Demut” und den unterschreibe ich zwischenzeitlich ohne zu zögern und sogar fast gerne.
Vielleicht ist es kein verlieren, vielleicht gewinnst Du viel mehr als Du glaubst zu verlieren mit dieser “Einschicht” … wer nicht aufgibt kann nicht verlieren – ich mag das Wort ja eh nicht gerne ;)
Würde mich freuen wenn wir uns irgendwo im Netz nochmal über den Weg laufen würden … ich habe immer gerne bei Dir vorbei geschaut.
13. Juni 2011 at 08:14
Zu laufen ist, wie ein Haus zu bauen und jeden Tag ein Buch hineinzustellen. (Kathrine Switzer)
So Long, and Thanks For All the Fish
27. Juli 2011 at 11:57
Ich würde es sehr bedauern, nichts mehr von Dir zu lesen, auch wenn ich eine stille Mitleserin war.
Ansonsten möchte ich mit Pienznaeschen eher von Demut sprechen als vom Verlieren.
Wahrscheinlich änderst Du gerade Deinen Ansatz weg vom Ehrgeiz hin zu Erkennen, dass Du etwas für Dich tust und es überhaupt nicht darauf ankommt, dies in Beziehung zur Leistung anderer zu setzen.
Ich würde mich freuen, mal wieder von Dir zu lesen, lass es Dir gutgehen, Lili