Das Leben ist so kompliziert, wenn man nur Luxusprobleme hat. Seid zwei Wochen treibt mich die Grundsatzfrage „morgens oder Abends laufen“ um. Der Lauf am Morgen ist praktisch: duschen muß ich sowieso, die Luft ist gut, der Tag fängt gut an. Abends kann man schöner abschalten, muss aber ein zweites mal duschen. Schlecht für das Klima, die Haut, die Haare und die Wasserrechnung. Der Morgen gewinnt.

Ich kriege es aber nicht hin!

Aufstehen ist kein Problem.
Kreislauf ist kein Problem.
Hunger ist kein Problem.

Ich komme aber nicht zur Ruhe. Der Gedanke, nicht genug Zeit zu haben treibt mich jedesmal zu Eile. Heute habe ich vor dem Wendepunkt sogar abgebrochen und bin umgekehrt. Nur aus Angst, zu spät zu kommen oder falsch kalkuliert zu haben. Da kann ich vorher für mich und für den Kopf noch so ausgefeilte Zeitpläne aufstellen.

Ich will jetzt mit dem neuen Trainingsplan anfangen, weil mir das bei der Vorbereitung zum HM geholfen und Sicherheit gegeben. Jetzt ein Plan für den Marathon unter 4.30 Stunden. Da muss ich mir wieder jeden Lauf eintragen, vielleicht gibt das Ruhe. Oder noch früher aufstehen? Noch mehr Puffer einbauen?

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