Guter Konsum ist schwer. Verantwortungsvoll Leben ist schwer. Beides ist teuer. 

Die Fragen wer meine Sportklamotten genäht hat oder welche Lebensmittel anständig und nachhaltig hergestellt werden kann man noch konkret beantworten. Wenn man möchte, kauft man daraufhin anders ein. Was ist aber mit weniger konkretem Konsum? Wie hoch ist meine persönliche CO2 Bilanz? Und was bedeutet sie? Errechnen kann man seinen Ecological Footprint online, dort bestätigt sich das ungute Gefühl, dass wir alle viel zu viel Energie verbrauchen: „die virtuellen Aktivitäten eines Europäers im Freizeitbereich nehmen mehr Energie und Ressourcen in Anspruch als die Befriedigung der elementaren Grundbedürfnisse eines Afrikaners“. (Joachim Lohse, Geschäftsführer des Öko-Instituts).

Und schon sind wir hier. In meinem Blog. Der frißt Energie. Kann ich das irgendwie rechtfertigen? Ist das nötig? Gibt es irgendeinen zwingenden Grund für dieses Tun? Nein. Gibt es nicht. Deshalb neutralisiere ich diese Schuld im übertragenden Sinne durch einen Baum. Wieder ein Gute Idee, die der ewige Anfänger weitersagt. Natürlich steckt hinter dieser Idee eine clevere Image Kampagne für eine Onlineplattform, die – wenn wunderts – auch was verkaufen möchte. Egal. Wenn wir Verbraucher auf sowas ansprechen, dann wird es ausgebaut. Und wenn Unternehmen ihre ökologische und soziale Verantwortung übernehmen und ausbauen dann ist das gut. Das das nicht aus Liebe zur Schöpfung geschieht, sondern einzig und allein aus Gründen der Gewinnmaximierung, das ist der Welten Lauf.

Also  laß ich mich jetzt vor den Imagekarren spannen und poste brav den Button für die Neutralisierung meines Blogs. Ein Baum ist ein Baum ist ein Baum. Verdammt noch mal.

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