Jetzt habe ich verstanden. Zwischen all dem Frust und falschem Stolz und unerfreulichem Ehrgeiz keimt langsam die Erkenntnis: ich musste lernen zu verlieren.
Bisher ist mir ungerechterweise immer alles ohne grossen Aufwand gelungen. Teils aus Glück, teils aus niedrig gesetzten Zielen. Der Marathon war ein schlecht kalkuliertes Ziel. Und es hat nicht geklappt. Der Preis: ich kann noch nicht mal mehr zum Ausgleich eine Stunde durch den Wald traben.
Scheitern tut weh. Scheitern ist ekelig. Aus Scheitern klug werden ist schwer und demütigend. Aber ist möglich.
Mein neues Ziel: wieder laufen wie jeder normale Freizeitsportler. Zum runterkommen. Ich kann schon wieder 2 km langsam… Ab jetzt wird der Weg unspektakulär. Von hier verabschiede ich mich. Danke für den langen Atem. Danke für die Lektion. Bleibt gesund.

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